Putzplan für die Familie: alle helfen mit, auch die Kinder
In vielen Familien landet die Hausarbeit bei einer Person, meistens ohne dass es jemand so beschlossen hat. Ein Familien-Putzplan macht sichtbar, was alles anfällt, und verteilt es so, dass auch Kinder ihren Teil übernehmen, passend zum Alter.
Erst sammeln, dann verteilen
Setzt euch einmal zusammen und schreibt alles auf, was in einer normalen Woche anfällt, auch das Unsichtbare: Wäsche sortieren, Brotdosen packen, Termine im Blick behalten, Geschenke besorgen. Erst wenn alles auf dem Tisch liegt, sieht man, wer wie viel trägt.
Verteilt dann nach Aufwand und nicht nach Anzahl. Bad putzen ist mehr Arbeit als Blumen gießen, auch wenn beides eine Zeile im Plan ist.
Welche Aufgaben passen zu welchem Alter?
| Alter | Aufgaben, die meist gut klappen |
|---|---|
| 3 bis 5 Jahre | Spielzeug aufräumen, Wäsche in den Korb, Besteck und Servietten auf den Tisch, Blumen gießen |
| 6 bis 8 Jahre | Tisch decken und abräumen, Bett machen, Spülmaschine ausräumen, Socken sortieren, Haustier füttern |
| 9 bis 12 Jahre | Staubsaugen, Müll rausbringen, Wäsche aufhängen, beim Kochen helfen, eigenes Zimmer aufräumen |
| ab 13 Jahren | Bad putzen, Wäsche waschen, nach Liste einkaufen, Küche nach dem Essen, Rasen mähen |
Das ist eine Orientierung, kein Maßstab. Wichtig ist, dass eine Aufgabe klar beschrieben und für das Kind schaffbar ist. Lieber eine kleine Aufgabe, die zuverlässig klappt, als drei, die jedes Mal Diskussion bedeuten.
So bleibt der Plan im Alltag stehen
- Aufgaben an feste Routinen hängen: Tisch abräumen nach dem Abendessen, Zimmer aufräumen vor dem Wochenende.
- Kurz halten: Für Kinder unter zehn reichen ein bis zwei kleine Aufgaben am Tag.
- Unbeliebtes abwechseln: Müll oder Spülmaschine reihum vergeben, damit niemand das Gefühl hat, immer dran zu sein.
- Erledigtes sichtbar machen: Ein Haken auf Papier oder in der App ist für Kinder oft Belohnung genug.
- Eltern stehen auch im Plan. Haben nur die Kinder Aufgaben, wirkt der Plan wie eine Strafe. Stehen alle drauf, ist es Teamarbeit.
Belohnung, Taschengeld oder Punkte?
Ob Aufgaben mit Taschengeld verknüpft werden, entscheidet jede Familie selbst. Viele trennen beides: Grundaufgaben gehören einfach dazu, Extra-Aufgaben wie Auto waschen oder Keller aufräumen dürfen etwas bringen.
Punkte nach Aufwand zeigen auch ohne Geld, dass Bad putzen mehr zählt als Blumen gießen. Wie das geht, steht in Haushaltsaufgaben fair verteilen.
Mit Papier starten, mit der App dranbleiben
Für jüngere Kinder ist ein Plan an der Kühlschranktür ideal, auf dem sie selbst ankreuzen. Unsere Putzplan-Vorlage für Familien erstellt ihn mit euren Namen zum Ausdrucken.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter können Kinder im Haushalt helfen?
Schon mit drei Jahren können Kinder kleine Aufgaben übernehmen, etwa Spielzeug aufräumen oder Servietten auf den Tisch legen. Wichtig ist, dass die Aufgabe kurz und klar ist.
Wie viele Aufgaben sind für Kinder angemessen?
Grundschulkinder schaffen meist ein bis zwei kleine Aufgaben am Tag und eine größere pro Woche. Jugendliche können eigene Bereiche wie Wäsche oder Bad übernehmen.
Wie verhindere ich, dass am Ende doch alles bei mir landet?
Verteilt nach Aufwand statt nach Anzahl und schaut nach einer Woche gemeinsam drauf. Eine Übersicht, wer wie viele Punkte gesammelt hat, macht Schieflagen sichtbar, ohne dass jemand nachrechnen muss.
Was kostet Dransein für Familien?
Bis zu 8 aktive Aufgaben sind gratis. Eine Person kauft einmal die Freischaltung für 7,99 €, dann hat die ganze Familie alle Funktionen, auch wer später dazukommt.